Case 27

Fälschungssichere Produktverpackungen

Der Schutz vor Plagiaten und Produktfälschungen kann über zwei Wege erfolgen:

Entweder über eine Fälschungssicherheit des Produktes an sich oder über eine lückenlos erfasste und gesicherte Logistikkette. Im Idealfall aber auch durch eine Kombination aus beidem.

Durch den Einsatz heutiger Technologien und Verfahren sind wir nun erstmalig in der Lage, eine Transport- und Logistikkette in dieser Form abzubilden. Der Einsatz von derartiger Logistik macht die Fälschungssicherheit auf Produktebene nicht mehr unbedingt erforderlich.

Dies vermindert nicht nur den direkten finanziellen Schaden der durch Produktpiraterie entsteht, sondern auch den indirekten, wenn z.B. an den Hersteller unberechtigt Gewährleistungsansprüche gestellt werden, verursacht durch minderwertige Fälschungen.

Allein in Deutschland beträgt der geschätzte direkte finanzielle Schaden mehr als 30 Mrd. Euro im Jahr 2016. In Europa wurden im selben Zeitraum ca. 200.000 Arbeitsplätze vernichtet die aus Produktpiraterie resultieren (Quelle: DIHK und ICC).

Viele Unternehmen investieren nicht, weil sie kurzfristig Nachahmungen ihrer neuen Produkte erwarten. Es entsteht ein Markenwertverlust und Imageschaden, dem Unternehmen im übrigen eine größere Bedeutung beimessen als dem finanziellen Schaden durch die Umsatzeinbuße.

Werden Sicherheitsstandards vernachlässigt, so sind Gesundheit oder gar Leben gefährdet!

Einige Beispiele hierzu sind Medikamente mit falschen oder ohne Wirkstoffen, gefälschte Pestizide in der Agrarwirtschaft, mangelhafte Ersatzteile oder giftige Farben bei Spielzeug und Textilwaren.

Die Produktionsstandorte der Fälscher zu ermitteln ist eine unlösbare Aufgabe – ABER: Alle Produkte müssen transportiert werden und über die Transportwege kann die Information abgeleitet werden, ob es sich um eine Fälschung handelt.

Unser System bietet eine vollständig kontrollierte Gesamtlogistikkette, beginnend bei der Zulieferindustrie über die Produktion, den Groß-/Einzelhandel bis hin zum Konsumenten.

Neben den Ladungsträgern und den Produkten können auch die Umverpackungen (Stretchfolien, Siegelaufkleber, Klebeband, etc.) mit einem chemischen Marker ausgestattet werden, der als fälschungssicher gilt und welcher in tausende unterschiedliche Farbnuancen während des Spritzgussvorgangs in die Ladungsträger und/oder Verpackungsmaterialien eingebracht werden kann. Da hier eine geringe Menge des Markers ausreicht, ist dieses Verfahren auch sehr kostengünstig. Die Dosierung des Marker-Additivs bewegt sich im ppm-Bereich. Unsere RFID-Reader + Marker-Detektor-Lösung erkennt den entsprechenden Marker als Original und die dem Marker zugeordnete Organisationseinheit.


More Information: PDF Download