Case 03

Global kontrollierte IPPC-Behandlung mit eindeutiger Zertifizierungsdauer

Würde man jeden Ladungsträger mit einer eindeutigen Kennzeichnung versehen, so könnte man diesen in einer globalen Datenbank für Ladungsträger erfassen.
Diese Kennzeichnung könnte man z.B. individuell als Bar-/QR-Code per Laser ins Holz brennen, Stempeln, per Label etikettieren oder über einen RFID-Chip realisieren. Nach der Behandlung kann man über diesen Code nicht nur die Gültigkeit der IPPC-Zertifizierung hinterlegen, sondern auch den „Eigentümer“ bzw. den augenblicklichen „Nutzer“.

Weiterhin könnte man die Baupläne und technischen Daten verlinken, somit wären auch Reparaturen oder die Eignung für bestimmte Ladungen bzw. Belastungen abrufbar. Zudem könnte man die Ladungsträger in unsere gesicherte Logistikkette einbinden, da diese nun nachverfolgbar wird und über unsere Cloud dokumentiert werden kann. Ausgelesen wird der Code entweder direkt über eine App auf einem Mobiltelefon oder über unser mobiles RFID-Reader-Device.

Die Globalisierung führt zu einem ständig zunehmenden weltweiten Warenaustausch, wobei der preis-werte, nachwachsende Rohstoff Holz eine große Rolle spielt. Jedoch kann der Naturwerkstoff Holz Schädlinge enthalten, die in anderen Ländern erhebliche Schäden anrichten könnten.

Die Aufgabe der UN-Unterorganisation „International Plant Protection Convention“ (IPPC) ist es, die Verbreitung und Einführung von Krankheiten an Pflanzen und Pflanzenprodukten zu verhindern und zu kontrollieren.

Die Paletten sind nach der Behandlung mit dem vorgeschriebenen IPPC-Logo an zwei gegenüberliegenden Seiten zu markieren. Das Kennzeichen setzt sich zusammen aus der Länderkennung nach ISO 3166 (z.B. DE für Deutschland), der Kennung für die Region (z.B. RP für Rheinland-Pfalz) sowie einer Registriernummer, die durch das regionale Pflanzengesundheitsamt an den Packmittelhersteller einmalig vergebene Nummer (beginnend mit 49).

Hinsichtlich der Behandlungsmethode wird das Kürzel HT für die Hitzebehandlung oder MB für die Begasung mit Methylbromid angegeben. Gegebenenfalls ist die Angabe DB (debarked) hinzuzufügen, die bezeugt, dass die Palette aus entrindetem Holz hergestellt ist.


Problemstellung: Die Gültigkeit

Dieses weltweit eingesetzte Verfahren hat nur leider einen gravierenden Nachteil: Es wird keine Gültigkeit der Zertifizierung angegeben. Niemand weiß, ob die Begasung vor Tagen oder vor Wochen bzw. Monaten statt-gefunden hat. Im weltweiten Warenverkehr erhöht sich bei konstanter Nutzung eines Ladungsträgers die Wahrscheinlichkeit des Befalls mit Schädlingen mit jedem weiteren Umlauf.